Hydrometrische Messungen

Zuverlässige Daten sind die Grundlage jeder fundierten wasserwirtschaftlichen Bewertung. Ohne Messdaten bleibt alles vage – mit ihnen wird Wasserwirtschaft messbar und nachvollziehbar.

Hydrometrische Messungen dienen der quantitativen Erfassung von Abfluss-, Strömungs- und Versickerungsprozessen in natürlichen und technischen Systemen. Ob es um die Bestimmung der Versickerungsfähigkeit von Böden, die Messung von Abflüssen in kleinen Gerinnen oder die Erfassung komplexer Strömungsverhältnisse in größeren Gewässern geht – die Wahl der geeigneten Messmethode richtet sich stets nach den örtlichen Gegebenheiten und der jeweiligen Aufgabenstellung.

Zur Anwendung kommen dabei verschiedene Messverfahren, unter anderem:

  • Tracer-Messungen zur Ermittlung von Durchflussmengen in schwer zugänglichen oder ungleichförmigen Gerinnen,
  • akustische Doppler-Messverfahren (ADCP) zur hochauflösenden Erfassung von Strömungsgeschwindigkeiten und Querschnittsabflüssen,
  • magnetisch-induktive Durchflussmessungen für präzise und kontinuierliche Messungen in Leitungen und offenen Gerinnen,
  • Bodenversickerungsmessungen mit dem Doppelringinfiltrometer zur Bestimmung der Versickerungsfähigkeit des Bodens gemäß DIN 19682.

 

Die erhobenen Daten bilden eine verlässliche Grundlage für hydrologische und hydraulische Analysen, für die Kalibrierung und Validierung numerischer Modelle sowie für technische und gerichtliche Gutachten.