Beurteilung von Gewässerausbau- und Renaturierungsmaßnahmen

Die Entwicklung und der Erhalt einer guten ökologischen und chemischen Gewässerqualität sind zentrale Ziele einer nachhaltigen Wasserwirtschaft. Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) bildet hierfür den rechtlichen Rahmen und fordert, dass Gewässer – soweit möglich – wieder in einen naturnahen Zustand überführt werden.

In der Praxis werden hierzu vielfältige Ausbau- und Renaturierungsmaßnahmen umgesetzt: von der Profilaufweitung und Sohlanhebung über den Rückbau technischer Verbauungen bis hin zur Wiederanbindung von Auen und Nebengewässern. Solche Maßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag zum ökologischen Gewässerschutz – erfordern jedoch zugleich eine sorgfältige wasserbauliche und hydraulische Planung, um unbeabsichtigte Folgewirkungen zu vermeiden.

Gerade nach Starkregen- oder Hochwasserereignissen zeigt sich, dass es bei umgesetzten Maßnahmen häufig zu Schäden oder Erosionsproblemen kommt, wenn die hydraulischen Belastungen nicht ausreichend in der Bemessung berücksichtigt wurden.

Im Rahmen fachtechnischer Gutachten werden daher hydraulische Belastungen, Abflussverhältnisse und morphologische Prozesse detailliert untersucht, um die Standsicherheit, Funktionsfähigkeit und ökologische Wirksamkeit geplanter oder bestehender Maßnahmen zu bewerten.