Hydrometeorologische Gutachten dienen der fachtechnischen Analyse von Niederschlagsereignissen und deren Einordnung in die statistische Klimavariabilität. Sie bilden die Grundlage, um zu beurteilen, ob ein Starkregen- oder Hochwasserereignis außergewöhnlich war, welche Jährlichkeit ihm zugeordnet werden kann und ob technische Bemessungsansätze den realen Belastungen entsprachen.
Zur Beurteilung werden amtliche meteorologische Daten – insbesondere Radar- und Stationsdaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) – ausgewertet. Wir nutzen konkret z.B. die folgenden Datenprodukte des DWD: HYRAS, RADOLAN, RADKLIM, sowie KOSTRA-DWD-2020.
Die Auswertung ermöglicht eine wissenschaftlich fundierte Einordnung des Ereignisses hinsichtlich Intensität, Dauer und räumlicher Ausdehnung. Solche Gutachten werden insbesondere in Gerichtsverfahren, Versicherungsfragen und Schadenanalysen eingesetzt, um die hydrometeorologische Einordnung von Extremereignissen objektiv und nachvollziehbar zu belegen.